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Noch blüht vieles, jetzt am Anfang der zweiten Oktoberwoche in Birgits Büchergarten. Und immer noch ist es zu trocken. Seit Fabienne hat es keinen Tropfen mehr geregnet. Heute habe ich das Wasser aus all meinen Regentonnen ausgeschenkt. Das hieß drei Stunden Kannen schleppen. Eine Gärtnerin braucht kein anderes Fitnesscenter ;-). Und abschneiden mag ich auch noch nichts. Nicht mal die schrägen Cosmeen, die Fabienne umgeweht hat. Es schwirren immer noch Taubenschwänzchen, Bienen und der eine oder andere Schmetterling bei mir herum. Bei mir also kein Mangel an Insekten...

        

     
Der Garten - Ein Ort im Inneren, wie im Äußeren ....

Alles fing an mit dem Schrebergarten meiner Eltern. Da gab es Kirschen und Äpfel, lila Flieder, der herrlich duftete, und jede Menge Blumenrabatten. Die Bauerngärten meiner Großmütter zeigten mir den vorwiegend nützlichen Aspekt. Da gab es vor allem Gemüse. Die Erbsenschoten palte ich genüsslich auf dem Deich aus, wo die Grashüpfer zirpten und die Frösche quakten. Damals gab es in den Wiesen noch unzählige Froschkinder und dementsprechend auch viel mehr Störche.

Heute verbindet mich der Garten mit der Natur. Er ist ein Ort, wo ich sie mitgestalte; wo ich auswähle, was wachsen und blühen soll. Der Garten fordert mich heraus, drängt nach Gestaltung und ist für mich ein Gleichnis für andere Bereiche meines Lebens, zum Beispiel mein Denken. Was mich stört, rupfe ich aus. Was mich freut, pflege ich.

Im Sommer 2016 habe ich meinen Garten in Lochau mit einem Gärtner neu gestaltet. Es sollte der Rasen sich in Wege, Plätze und Beete wandeln. Die Beerensträucher, die am Rand wuchsen bauten wir weiter innen wieder ein und schufen so außen Platz für Sträucher wie Weigelie, Kolkwitzie und ihre vielen blühenden Kollegen. Im ersten Jahr habe ich mit einjährigen Blumen wie Cosmos, Bechermalven, Löwenmäulchen und Zinnien ein Blütenmeer gezaubert. Die haben meine frisch umgepflanzten Rosen allerdings fast verdeckt. Im zweiten Sommer (2018) werde ich damit etwas sparsamer umgehen, damit sich die Rosen besser entfalten können. So bietet mein Garten jedes Jahr ein neues Bild, neue Herausforderungen und Freuden. 

Wieder beherzige ich für Aussaat und Pflanzzeit die Ratschläge von Maria Thun. Mein Lieblingsgerät, die Durchziehhacke kommt zum Einsatz, sobald nach Regenfall der Boden abgetrocknet ist. Sie verschließt die Kapillaren im Boden, durch die sonst das darin enthaltene Wasser verdunsten würde, ohne den Pflanzen zu nützen.  Außerdem bleibt die Erde auf diese Weise locker und bietet dem Unkraut nicht so viele Möglichkeiten zum Einwurzeln.

Wege in geschwungenen Linien führen zu Plätzen, die zum Verweilen, Nachdenken und Lesen einladen. Möge die äußere ästhetische Form bei Besuchern und Betrachtenden innere Prozesse anstoßen und sie zu kreativem Ausdruck ver-führen. 

Es blüht und fruchtet wieder ... überall ...

    


                       

Und dann setz ich mich mittenrein und schaue und lese und freue mich. Vielleicht habt ihr ja Lust mich zu besuchen. Bringt einfach euer Buch mit oder leiht euch eins aus meiner stattlichen Bibliothek ...